Moin!
Ich las gerade
das Interview über kdemod und habe dabei eine parallele festgestellt. Das Gemeinschaftsgefühl der OpenSource-Gemeinde (und insbesondere der archlinux-Gemeinde!) ist mir zwar schon vorher aufgefallen, aber mir war nie aufgefallen, dass es irgendwie auch dem Gefühl gleicht, was für mich die (modernere und liberale!) bündische Jugend ausmacht (also nicht so etwas wie den Nerother Wandervogel o.ä.): Gemeinsam und Offen!
Alleine ist niemand stark, deswegen ist das Gemeinschaftsgefühl bei beiden Gruppierungen sehr stark ausgeprägt.
Und zwar so sehr, dass es egal ist, ob jetzt jemand Pfadfinder, DRJ-ler, Wandervogel, BduJler, Freischärler o.ä. ist. Am Lagerfeuer singen alle gemeinsam die gleichen (es gibt zumindest fast immer eine gemeinsame Schnittmenge) Lieder, auch wenn die Ansichten teilweise verschieden sind.
Und zwar so sehr, dass es egal ist, ob jetzt jemand Ubuntuer, Suser, Debianer oder Archer ist, sie programmieren alle am gleichen Kernel, für das gleiche OS und nach dem Feierabend benutzen alle die gleichen (es gibt zumindest fast immer eine gemeinsame Schnittmenge) Programme, auch wenn die Ansichten teilweise verschieden sind.
Es interessiert auch niemanden, ob die Person von einem anderen Bund ist, der sich teilweise doch stark von dem eigenen unterscheidet, man interessiert sich für den anderen und unterhält sich über die anderen, meistens zivilisiert.
Es interessiert auch kaum jemanden, ob die Person eine andere Distribution benutzt, die sich teilweise doch stark von der eigenen unterscheidet, man interessiert sich für die andere Distribution und unterhält sich auch über die anderen, ab und zu auch zivilisiert (hier fast immer zivilisiert).
Ich gebe zu, der Vergleich hinkt teilweise, aber irgendwie ist dieses offene, gemeinschaftliche Gefühl doch etwas, was meiner Meinung die OpenSource-Bewegung mit der bündischen Bewegung verbindet oder ihr zumindest ähnlich macht.
So, jetzt seid ihr, egal ob bündisch oder nicht, egal ob Pfadi oder Phoenix, egal ob arch oder gentoo! 😉