Nehmen wir mal bei openbox die rc.xml (die Konfig-Datei für den WM openbox).
Nur mal ein Teil daraus für eine Einstellung, ich strippe es ein wenig zusammen, lasse
aber die Struktur wie sie ist:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- Do not edit this file, it will be overwritten on install.
Copy the file to $HOME/.config/openbox/ instead. -->
<openbox_config xmlns="http://openbox.org/3.4/rc">
<focus>
<focusNew>yes</focusNew>
<!-- always try to focus new windows when they appear. other rules do
apply -->
<followMouse>no</followMouse>
<!-- move focus to a window when you move the mouse into it -->
<focusLast>yes</focusLast>
<!-- focus the last used window when changing desktops, instead of the one
under the mouse pointer. when followMouse is enabled -->
</focus>
</openbox_config>
Eine "altbekannte" Textkonfig-Struktur für die gleiche Anwendung wäre z.B:
[focus]
focusNew=yes
followMouse=no
focusLast=yes
Abgesehen von den Kommentaren im xml-File ist das (für mich zumindest) lesbarer und
halt mit einem Texteditor editierbar. Einfach: auf den ersten Blick verständlicher.
XML ist ja nicht dazu gedacht, per Hand bearbeitet zu werden, sondern von Frontends,
die durch die XML-Struktur sehr einfach programmierbar sind (xml parser).
Ich suchte jetzt einen Art Editor, die mir für die xml-Datei diese analysiert und die
Struktur wenigstens auf einer Ebene Parameter=Wert zum Bearbeiten anbieten
könnte.
Also analog obigem Beispiel:
focus als Sektion erkennt, focusNew als Parameter und no als Wert.
Und das halt für die Konsole, damit man z.B. per ssh auch mal "schnell" ran kann ohne
einen XServer/Xclient nutzen zu müssen.
Aber wahrscheinlich suche ich da wieder die "eierlegende Wollmilchsau"...
Viele regen sich halt darüber auf: Konfigurations-Einstellungen in Textdateien sei nicht
mehr zeitgemäß, fehlerträchtig,... nur noch Frontends sollten Einstellungen
verändern dürfen, jede Konfig folgt einer anderen Syntax,... (in der iX gab es mal vor 1,2
Jahren eine heftige Auseinandersetzung dazu).
Aber xml ist für mich als Leser (was ich ja gar nicht soll, eigentlich) viel schwieriger
zu erfassen als reine Text-Konfig.
Und ich habe halt die Befürchtung, daß die Tendenz zu Konfig-"Datenbankstrukturen",
Registrys, etc. geht. XML ist für ein Beispiel, wenn ich mir Teile von Gnome ansehe
ist es dort genauso.