Moin!
Deine Konfig sieht soweit gut aus, bis auf ein Teil - dazu später was.
Zu den Logmeldungen in der /var/log/messages.log:
Diese zweiminütlichen "nm_policy_device_change_check" sind programmbedingt.
Der Networmanager läßt sich diesbezüglich auch nicht konfigurieren.
Wenn es wirklich stören sollte, dann könnte man den syslog-ng so konfigurieren,
daß diese Meldungen rausgefiltert werden. Da kann ich dir aber keine konkreten
Regeln nennen.
Dein Hauptproblem ist ja, daß nach einem Reboot scheinbar über kein Device
dein Gateway zu erreichen ist (Du mußt erst im Frontend eine aktiv setzen).
Mache nach einem Reboot (Ethernetkabel eingesteckt) doch mal folgendes:
- Nicht am XServer anmelden, also nicht in Gnome anmelden.
- Mit STRG+ALT+F1 auf eine tty-console wechseln und als root anmelden. Dann mal die Netzverbindung prüfen.
Funktioniert ein:
ping
www.google.de
oder wenn nicht ein:
ping 209.85.129.147
Wenn ja, dann steht die Internetverbindung. Wenn nein, dann mal die Ausgaben
posten von:
ifconfig eth0
route -n
cat /etc/resolv.conf
Bitte auch nochmal prüfen ob das Modul mii geladen ist:
lsmod | grep mii
Wenn da nichts kommt, dann trage bitte noch
mii in deine MODULES in der
rc.conf ein und versuche es nochmal mit dem Reboot und obiger Prozedur.
Zur Frage, ob ma den NM zwingen kann eth0 zu nehmen oder ihn erstmal nicht zu
aktivieren:
Generell gibt man bei Verwendung des NM alle Devices in die Obhut des Daemons.
Dieser versucht nun alle Devices aktiv zu setzen bzw. in einen Zustand in dem bei
Ausfall eines Devices (z.B. Ethernet-Kabel weg) sofort ein anderes Device eine
Netzverbindung aufbauen kann. Generell wird immer die Ethernel(Kabel)-Verbindung
bevorzugt sofern die Ethernet-karte einen Link hat.
Bei Ethernet wird dabei der Link-Status der Karte überwacht, beim WLAN wird
entweder versucht sich gegen den besten oder gegen den letzverwendeten AP zu
authentifizieren. Wenn sich gegen keinen AP authentifiziert werden kann dann wird
nach WLAN-AP's gescannt.
Ein Nachteil des Daemons Networkmanager ist, daß er nur sinnvoll mit dem
entspechenden Frontend (gnome.kde) nutzbar ist, da die Anmeldedaten (Keys)
für WLANs entweder im Gnome-Keyring oder bei KDE in kwallet angelegt sind.
Mir ist es nicht gelungen, beim Systemstart eine funktionierende WLAn-Verbindung
herzustellen obwohl die Gegenstelle in der wpa_supplicant.conf drin steht.
Selbst wenn ich mich durch starten von wpa_supplicant am AP anmelde (den "Link"
also herstelle) wird das zwar von NM-Daemon notiert (im Log) aber für ihn ist das
Device weiterhin nicht aktiv.
Wenn ich allerdings mittels knetworkmanager (dem Frontend) die Verbindung einmal
hergestellt habe und mich grafisch abmelde, dann klappt auch ohne Frontend
das wechseln zwischen wlan und ethernet.
Also alles noch nicht so sauber wie es sein könnte. Momentan ist der Networkmanager
nur sinnvoll nutzbar, wenn man auch grafisch das Frontend nutzt. Dann funktioniert
das IMHO aber sehr gut.
Netzwerk gar nicht starten - mit dem NM:
Das geht auch - in Grenzen.
Du könntest natürlich den networkmanager als Daemon in der rc,conf rausnehmen
und ihn als root bei Bedarf erst starten = umständlich.
Der NM bietet aber die Option "Geh schlafen, wache auf".
/etc/rc.d/networkmanager sleep
bzw.
/etc/rc.d/networkmanager wake
Bei sleep werden alle unter der Fuchtel des NM stehenden Devices deaktiviert.
Die Frontends bieten das Gleiche an unter: Offlinemodus.
Wenn du dieses Schalfmodus jetzt beim Booten aktivierst, dann ist erstmal kein
Netz aktiviert. Der beste Platz dafür ist /etc/rc.local. Dort obige Sleep-Zeile eintragen.
Jetzt kommt (leider) wieder eine Umstimmigkeit mit den Frontends ins Spiel. Sobald
diese starten wechseln sie automatisch nach "Wake". Zumindest das KDE-Frontend
bietet keine Konfig-Option um z.B. zu sagen: im Offline-Modus starten.
Alternative ist dann: entweder das Frontend nichts automatisch nach dem Einloggen
(bei dir in Gnome) zu starten und nur nur bei Bedarf. Oder einmal per Hand in den
Offline-Mode zu wechseln.
Generell (meine Meinung!): bisher konnte mich noch keines der möglichen Verfahren
entweder zur WLAN-Anbindung noch zum "automagischen" Netzverbindung je nach
Ort wirklich überzeugen.
- Über die rc.conf plus wireless.conf ist zu unflexibel bzw. mit wpa schwer möglich
- Die Netz-Profile sind gut mit immer gleichen Gegebenheiten (Z.B. Firma, Home), ansonst aber auch unflexibel.
- Networkmanager würde die Flexibilität bieten ist aber IMHO noch nicht ausgereift.
Was bleibt:
Die Kommandozeile.
So schnell und einfach z.B. ein Ethernet-Device mit fester IP oder DHCP zu konfigurieren
wie bei Linux/Unixen - das gibt es bei der "Konkurrenz" nicht.
Und für's wlan einen neuen Eintrag per Editor in die wpa_supplicant.conf zu hacken
ist auch kein Hexenwerk.