Ein Rechner mit UEFI braucht nach dem Initialisieren der Hardware ein weiterführendes "Programm". Das sind z.B. eine UEFI-Shell oder Bootloader-"Shells".
Diese "Shells" werden auf einem Device erwartet, welches eine GPT-Partitionstabelle hat, eine Partition vom Typ EFI-System/c12a7328-f81f-11d2-ba4b-00a0c93ec93b und diese muß mit FAT32(ggf. FAT12/16) formatiert sein.
Diese EFI-System-Partition(ESP) ist eine Voraussetzungen.
Wenn du diese mit deinem nvme-Device nicht erfüllen kannst/willst, dann wären die Alternativen:
- Die ESP auf eine anderes Device im Rechner (wenn verfügbar, "2. Platte")
- Die ESP sollte sich auch mit obigen Parametern z.B. auf ein "externes" Device, z.B. einen USB-Stick oder SD-Karte, plazieren lassen (???, ggf. je nach verwendetem UEFI bzw. SecureBoot nicht möglich?)
- UEFI kann übers Netzwerk von einem "Boot-Server" gebootet/gestartet werden. Das setzt natürlich vorraus, daß Zugriff auf diesen Server immer möglich ist.
Je nach Bootloader und Root-Dateisystem kann diese ESP sehr klein sein (gut für USB/SD-Karte). Bei mir mit Grub als Bootloader sieht das z.B. so aus:
/dev/sda1 2048 411647 409600 200M EFI-System
Von dieser Partition startet mein System. Darin befindet sich lediglich:
$ tree /efi/
/efi/
└── EFI
└── GRUB
└── grubx64.efi
$ du -hs /efi/
326K /efi/
Diese "Shell" startet nun den Bootloader. Dieser findet seine Konfiguration und die Kernels auf meiner BTRFS-Partition unter /boot
Die ESP ist im System dann eingehängt unter /efi.
Mein /boot sieht dann so aus (Für Übersichtlichkeit auf 2 Verzeichnis-Level-Tiefen abgekürzt):
$ tree -L2 /boot/
/boot/
├── amd-ucode.img
├── grub
│ ├── fonts
│ ├── grub-btrfs.cfg
│ ├── grub.cfg
│ ├── grubenv
│ ├── locale
│ ├── themes
│ └── x86_64-efi
├── initramfs-linux-zen-fallback.img
├── initramfs-linux-zen.img
└── vmlinuz-linux-zen
So ein "minimales" ESP-Setup muß natürlich vom Bootloader unterstützt werden, d.h. die ESP->grubx64.efi(-Shell) muß das Dateisystem (in meinem Fall btrfs, bei dir f2fs) lesen können und muß ein "getrenntes" Ablegen von "Shell" und Konfig/Kernels unterstützen (was IMHO nicht jeder Bootloader kann).
Aber für so einen Setup-Versuch(ich habe sowas nie gemacht und auch kein Interesse daran) wäre halt eine möglichst "kompakte" ESP von Vorteil (Bootzeit/Bootaufwand). Meine Intention war halt:
- ich möchte per btrfs-Snapshots mein ganzes System (inkl. /boot also Kernels) speichern können.
- ich möchte meine Konfig+Kernels nicht auf einem vfat-Dateisystem haben.
Wenn also deine nvme-Device - da es partitionslos/speziell sein soll - nicht zur Verfügung steht muß die ESP auf einem anderen Device sein, oder ggf. übers Netzwerk kommen.