Edward d'Eath Der Datei-Öffnen-Dialog funktioniert immer noch nicht zufriedenstellend. Auf dem Primärmonitor funktioniert er, auf dem Sekundärmonitor nur dann, wenn ich den Datei-Öffne-Dialog ganz nach links schiebe. Aber auch dann wird die Dateivorschau/Ordnervorschau unzusammenhängend und ganz weit rechts auf dem Sekundärmonitor ausgegeben. :-((
Das ist dann ein Problem deines Compositors, also labwc.
Dirk schrieb ja auch einiges zu. Evtl. - und da weiß Dirk vielleucht was mehr - wäre dem Problem mit dem willkürlichem Verschieben von doch zusammenhängenden "Dialogen/fenstern" bei labwc mit windowRules beizukommen. Siehe auch die rc.xml.all für labwc.
Das zu also per Regel sagst: DIeses und jenes Window wird per "action" auf diesen Monitor/Position genagelt. Oder es läßt sich etwas mit <snapping> machen. Oder <margin>.
Jeder compositor (bei XOrg waren das die WIndowmanager) hat halt sehr individuelle Stärken und Schwächen. Ist mehr oder weniger "ausbaubar" oder für die eigene, gewünschte Arbeitsweise anpassbar. Aber ein compositor ist austauschbar. So könntest du es z.B. auch mal (kurz zum Probieren) mit weston versuchen. Oder halt auf eine ganz andere Art, einen der tilling manager oder dynamic versuchen. Oder halt gleich ein Ding aus "einem Guß" nehmen, also eine der DesktopEnvironments.
Multi-Monitor:
Ich persönlich (2 Monitore) habe sowohl unter XOrg als auch wayland unterschiedlich gute Erfahrungen. Es gibt aber zwei Arten, die sich im Verhalten IMHO grundsätzlich unterscheiden. Mit entsprechenden Auswirkungen, die dann auch dein Problem tangieren.
Behandelt ein compositor/Windowmanager einen zweiten Monitor (also dessen "Platz", "Dimension") als einfache Erweiterung des bestehenden Workspaces/Tags. Oder als eigenständige "Einheit"(Workspace/Tag), die sich lediglich auf einem anderen Output befindet.
openbox(und ich glaube auch labwc) vergrößern nur die zur Verfügung stehende Arbeitsfläche. Das kann dann z.B. dazu führen wenn man sagt: Zentriere dieses Fenster, dann ist eben eine Hälfte auf dem einen, die andere auf dem anderen Monitor - was meist sehr "lustig" aussieht.
Das betrifft dann auch die Workspaces/Tags("Arbeitsfläche 1", "Arbeitsfläche 2", "Arbeitsfläche 3",...). Wechselt man auf dem einem Monitor den Workspace, dann werden alle zusätzlichen Monitore ebenfalls gewechselt - da es ja eben "nur" vergrößerte Worksapces sind.
Das es auch anders (besser) geht habe ich das erste Mal bei i3wm(XOrg) gesehen. Jeder Monitor hat seine "eigenen" Workspaces, alle verwaltet vom "Windowmanager". Natürlich kann ich Fenster zwischen den Monitoren und den Workspaces hin und her "bewegen", palzieren. Per Tastatur/Maus. Aber: Wenn ich auf dem rechten Monitor den Worspace sagen wir von "1" nach "2" umschalte, dann **bleibt" auf dem anderen Monitor dessen WOrkspace bei "1". Dieses Konzept ist IMHO genial, da es m.M. nach:
a) Die Anzahl der unabhängigen "Arbeitsflächen" verdoppelt(multipliziert) und
b) Du eben nicht nur einen "größeren" Arbeitsbereich bzgl. "Dimension" hast, sonder faktisch real pro Monitor x separate "Desktops/Arbeitsbereiche".
Gerade letzteres, also die wirklich auf Monitor(Output) fokussierte "Größe" des aktuellen Arbeitsbereiches verhindert dann aich z.B. solche wie dein "Problem" - wenn nicht extra geregelt, dann "zwängt" sich jeder Diaog/Fenster in die Dimension des gerade aktiven Workspaces auf dem gerade aktiven Monitor.
Soweit ich weiß machen das mittlerweile die meisten wayland compositoren so, zumindest die tilling-Varianten (sway,hyprland,niri) und auch die Desktop-Umgebungen(???). Ich persönlich bin aktuell bei river hängengeblieben, weil mich dessen dynamisches Tag-Konzept bei meinem angestrebten Arbeitsverhaten entgegenkommt.
Cosmic als Desktop-Umgebung("ein Guß") finde ich noch interessant von den Ansätzen (per Arbeitsfläche umschaltbar ob tilling oder stacked), nach der Beta-Phase etwas besser. Aber es fehlt mir die individuelle Erweiterbarkeit z.B. für die Taskleiste, und ich bin mir nicht sicher ob es von der Attitüde nicht eher ein "kleines Gnome" ist/wird.
Also, was will ich damit sagen <g>: Bei XOrg konnte man sich schon in den Weiten der Windowmanager verirren/verwirren bis man was "passendes" hatte. Jedes I-Tüpfelchen mußte konfiguriert werden. Das ha twayland zumindest von seinem "etwas" älteren Bruder geerbt mit den Compositoren. Dann kommen bei wayland in der Regel noch die ganzen anderen notwendigen Dinge hinzu (Statusbars,Starter,etc.) - kaum ein compositor bringt da von aus Haus eine "runde Lösung" mit.
Was wayland noch fehlt IMHO sind die "kleinen" DeskopEnvironments (oder nennen wir es eine Art Rundum-Lösung) wie es unter XOrg Windowmanager wie icewm, windowmaker, etc. hatten.
Also, was will ich damit sagen <g, DejaVu>:
Es hilft nur ausprobieren. Wechseln. Testen. Schwitzen. Fluchen...
Oder man hat eine klare Vorstellung von der eigenen erwartenden Arbeitsweise und den jeweils möglichen Grundkonzepten die bisher angeboten werden. Dann kann man evtl. halbwegs "intelligente" Fragen stellen: welcher Compositor/Zusatzteil paßt zu mir wenn ich daß und daß haben will?