In Weiterführung dieses Posts:
GerBra Das ist für die "Oberliga", die "Erwachsenen" gedacht - nicht für Workstations...
oberliga = smartphones?
Das ist die Oberliga:
Zoned Storage ist eine Speicherarchitektur, die es Rechenzentren ermöglichen soll, hohe Speicherkapazitäten im Zettabyte-Bereich effizient bereitzustellen
...
Bei Zoned Storage handelt es sich um eine Speicherarchitektur für Cloud- und Hyperscale-Datacenter, die große Speicherkapazität im Zettabyte-Bereich effizient und mit der geforderten Performance bereitstellen soll.
(aus: https://www.storage-insider.de/was-ist-zoned-storage-a-846632/)
Generell
Zoned Namespaces sind ein Konzept und eine Spezifikation für die NVMe-Schnittstelle von SSDs. Die Spezifikation stellt die Befehle für die Nutzung eines in Zonen unterteilten Storage auf einer SSD zur Verfügung. Dadurch lassen sich die Performance und die einer Anwendung oder einem Host bereitgestellte Speicherkapazität verbessern. Um ZNS zu nutzen, müssen Betriebssysteme und Anwendungen die Spezifikation unterstützen.
(aus: https://www.storage-insider.de/was-sind-zoned-namespaces-zns-a-981834/, letzter Satz fett markiert von mir=
Durch alleiniges Anschalten dieses Features für ein/dein Dateisystem machst du IMHO "automagisch":
- aus einem VW Käfer keinen Porsche in punkto Schnelligkeit.
- aus einem Formel 1 Boliden keinen VW Käfer in punkto "Lebensdauer", z.B. der Motor muß nicht nach 5 Fahreten ausgetauscht werden.
Um ZNS überhaupt effektiv nutzen zu können braucht es:
- die Hardware(Speichergeräte) müssen es unterstützen. Du hast dich sicher vergewissert, daß deine einzige NVME das tut...
- Das Betriebssystem an sich und die Dateisystem-Treiber müssen es unterstützen. Linux seit Kernel 4.10, f2fs tut es auch.
- Die Applikationen müssen entsprechend programmiert sein um verschiedene/eigene Zonen überhaupt zu nutzen.
Und alleine beim letzten Punkt bezeifele ich stark, daß Programme wie Web-Browser, Office, Shells, mpv, oder andere typische User-/Desktop-Anwendungen das sind.
Noch ein Zitat (mit DeepL ins Deutsche übersetzt):
Zonengestützte Speichergeräte sind kein Plug-and-Play-Ersatz für herkömmliche Speichergeräte. Dies liegt an der für Zonen geltenden Einschränkung hinsichtlich sequenzieller Schreibvorgänge: Es sind spezielle Software und Treiber erforderlich, um sicherzustellen, dass Anwendungen während des Betriebs die Einschränkungen von zonengestützten Speichergeräten einhalten.
(aus: https://zonedstorage.io/docs/introduction/linux-ecosystem)
Ergo: Selbst wenn du durch pures Formatieren des Dateisystems mit dem Feature von Anfang an eine Zone hättest, dann wären die Daten darin genauso "wild" verteilt wie ohne dieses Feature. Ich bezweifele, daß z.B. deine Usernutzdaten der Applikation "Webbrowser" automagisch effektiv in einen Namespace angeordnet sind. Genauso für jeden Text den du mit "Irgendwas" nach $HOME/Dokumente ablegst.
Der ganze Sinn von Applikation+Nutzdaten in einer eigenen Zone bereitzustellen ist ja, unnötige mechanische(HDD) Zugriffe oder Zugriffe auf "entfernte, andere" Speicherzellen zu verringern und den Durchsatz zu erhöhen.
Profitieren wird bei sowas aber z.B. nur die Applikation Datenbank-Server, die eine eigene Zone für sich und die Datenbank (für sequentiellen Zugriff!) einrichtet.
Es sind nur sehr wenige Applikationen dafür ausgelegt - und die spielen von ihrer Anwendung alle nicht in deiner oder meiner Liga).
Suche mal nach: "zoned storage supported applications", da sind vornehmliche die großen Datenbank-Boliden. Die also hinter Data-Storagecenter und KI-Anbieter stehen - mit deren Infrastruktur und Equipment.
Siehe auch: https://zonedstorage.io/docs/applications