Hallo,

ich möchte gerne verschiedene Programme installieren, darum beispielsweise brave. Nun gibt es brave sowohl als yay als auch flatpak Paket. Ich bin mir unsicher, welchen Paketmanager ich bevorzugen soll.

Einerseits hat flatpak so wie ich gelesen habe eingeschränktere Rechte, andererseit scheint mir yay mehr an den Community zu sein wodurch (vielleicht) Manipulationen mehr auffallen.

Was ist denn eure Meinung dazu ?

PS: Ich möchte absolut keine Glaubenskriege auslösen sondern nur einfach einen Anhaltspunkt finden.

    Alderan Nun gibt es brave sowohl als yay als auch flatpak Paket. Ich bin mir unsicher, welchen Paketmanager ich bevorzugen soll.

    Yay ist das Hilfsprogramm, um Pakete aus dem AUR zu installieren, flatpak ist eine Software um Anwendungen in einer Sandbox laufen zu lassen. Paketmanager ist nur Yay.

    Alderan andererseit scheint mir yay mehr an den Community zu sein wodurch (vielleicht) Manipulationen mehr auffallen.

    Wenn du (halbwegs) sicher sein willst nehm keine Pakete aus dem AUR.

    Und Brave ist zwar von der Privatsphäre einigermaßen ok, der Eigentümer von Brave aber - aus meiner Sicht - nicht.

    Brave soll als flatpak noch nicht einwandfrei funktionieren, sagt die Kurzrecheche.
    Dann ist das AUR Paket zu bevorzugen und dort dann vielleicht auch gleich das brave-bin wenn man selbst nicht so lange kompilieren möchte.

    Zum AUR gibt es https://wiki.archlinux.de/title/AUR_Sicherheitshinweise und wenn die beachtet werden, dann ist das AUR eine recht nützliche Angelegenheit.

    Yay ist wie oben schon erwähnt lediglich eines von mehreren AUR_Hilfsprogrammen, die den Umgang mit den AUR-PKGBUILDs erleichtern sollen.

    Beides hat seine Vor- und Nachteile. Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile von Flatpak gegenüber yay und Konsorten.

    Bei yay und Konsorten installiert man "Zeug aus dem AUR". Das AUR ist Arch Linux spezifisch.
    Zur Installation von "Zeug aus dem AUR" braucht man erhöhte Rechte. Ich vermute mal, es ist somit einfacher, sich das System zu zerschiessen. Allerdings kann "Zeug aus dem AUR" vielfach Systembibliotheken mitnutzen, die schon auf dem Betriebssystem vorhanden sind. Demzufolge könnte der zusätzliche Speicherbedarf von "Zeug aus dem AUR" etwas geringer sein.

    Mit Flatpak kann man "Zeug aus einem Flatpak-Repo" ohne erhöhte Rechte installieren. Flatpak läuft auf vielen Linux-Distribution (ist aber für Fedora wohl am besten getestet). "Zeug aus einem Flatpak-Repo" läuft in einer Sandbox und die Berechtigungen sind normalerweise restriktiver als bei "Zeug aus dem AUR". Üblicherweise bringt "Zeug aus einem Flatpak-Repo" seine eigenen Abhängigkeiten mit, die nicht durch den Flatpak-Dienst bereitgestellt werden. Man kann auch mehrere Versionen vom gleichen "Zeug aus einem Flatpak-Repo" aus verschiedenen Branches gleichzeitig installiert haben (zum Beispiel den "devel" und den "stable" Branch). Man kann sehr einfach downgraden.
    Da "Zeug aus einem Flatpak-Repo" seine eigene Abhängigkeiten mitbringt, sind Konflikte zu 99,9% ausgeschlossen. Allerdings benötigt "Zeug aus einem Flatpak-Repo" deswegen auch mehr Speicherplatz.

    Dies ist der Blick von einer generellen Warte aus. Für jede einzelne App kann entweder "Zeug aus einem Flatpak-Repo" oder "Zeug aus dem AUR" besser geeignet sein.

    Das alles Zeug auch immer so verschieden sein kann 🙂

    Chaotic-AUR Repo wäre vielleicht eine Alternative.